Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Ein- bzw. Rückreise und Transit aus der Tschechischen Republik nach Deutschland

Artikel

Aktualisierung 19.10.2020, 17:15

Erreichbarkeit des Rechts- und Konsularreferats

Beschränkungen aufgrund Coronavirus in der Tschechischen Republik

Beachten Sie, dass sich Regelungen in dieser dynamischen Situation auch kurzfristig ändern können und keine Gewähr dafür übernommen werden kann, dass die Ihnen übermittelten Informationen immer den aktuellen Stand wiedergeben.

Beachten Sie bitte auch, dass die Botschaft über diese allgemeinen Informationen hinaus keine Einzelfallberatung durchführt. Wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Außenministerium oder die Botschaft Ihrer Staatsangehörigkeit in Deutschland, das für die Ein- und Durchreise in Deutschland zuständige Bundesinnenministerium, die Bundespolizei, das für Quarantänebestimmungen zuständige Robert-Koch-Institut oder das lokale Gesundheitsamt.

Für Anfragen zu den Reise- und Sicherheitshinweisen für tschechische Staatsangehörige wenden Sie sich bitte an das hierfür zuständige Tschechische Außenministerium. Aktuelle Informationen finden Sie auf dessen Webseite unter www.mzv.cz.

Aktuelles

Seit dem 25.09.2020 ist das ist die gesamte Tschechische Republik seitens der Bundesrepublik Deutschland als Risikogebiet eingestuft. Das Auswärtigen Amt hat deshalb auch eine Reisewarnung ausgesprochen.

Dies bedeutet:

Personen, die sich in den letzten 14 Tagen vor ihrer Einreise in der Tschechischen Republik aufgehalten haben, unterliegen – bis auf Ausnahmen – der Pflicht zur Quarantäne.

Quarantänevorschriften und Covid-19-Tests

Gegenwärtige Quarantäneregelung

In Deutschland werden Quarantänevorschriften durch die einzelnen Bundesländer erlassen. Nach Abstimmung der Länder und der Bundesregierung hat das BMI am 8. April 2020 eine Musterverordnung erstellt, deren Regelung die Bundesländer im Wesentlichen übernommen haben.

Nach der bisherigen Musterverordnung gilt zunächst weiter:

Bei Einreise nach Deutschland mit Voraufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage

  • müssen Sie sich nach der Einreise in Deutschland unmittelbar an ihren Zielort begeben,
  • sich dort häuslich absondern, bis ein negatives Testergebnis vorliegt (Einzelheiten hierzu weiter unten) und das negative Testergebnis den zuständigen Behörden, i.d.R. Gesundheitsamt, auf Anforderung nachweisen und
  • sich per E-Mail oder Telefon bei der für Sie zuständigen Behörde, i.d.R. Gesundheitsamt am Wohnort/Unterkunft melden.

Bei der Einreise aus einem Risikogebiet gilt außerdem eine Pflicht sich testen zu lassen. Das Bundesgesundheitsministerium informiert zur Testpflicht hier.

Als Voraufenthalt in einem Risikogebiet gilt ein Aufenthalt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 14 Tagen vor Einreise. Maßgeblich ist, ob das Gebiet zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland als Risikogebiet ausgewiesen war (d.h. nicht zwangsläufig zum Zeitpunkt des Aufenthalts).

  • Ausnahme: Durchreise (Transit)

    Die Pflicht zur häuslichen Absonderung besteht nicht bei Transitaufenthalten. Sie sind in diesem Falle allerdings verpflichtet, Deutschland unmittelbar zu verlassen.

  • Ausnahme: negatives Testergebnis nachweisbar

    Wenn Sie nachweisen können, sich nicht mit Covid-19 infiziert zu haben, ist in den meisten Bundesländern keine Quarantäne erforderlich. In bestimmten Bundesländern ist dafür jedoch eine Wiederholungstestung nach einigen Tagen notwendig.

    Der Nachweis muss durch ein ärztliches Zeugnis erbracht werden. Der molekularbiologische Test auf Vorliegen einer Infektion darf höchstens 48 Stunden vor Einreise erfolgt sein. Der Test muss in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem Staat mit vergleichbarem Qualitätsstandard vorgenommen worden sein. Er muss (auch) in deutscher oder englischer Sprache abgefasst sein.

Alternativ kann der Test nach Einreise

  • am Ort des Grenzübertritts oder
  • am Ort der Unterbringung erfolgen.


Der Test ist für Reisende aus Risikogebieten innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise kostenlos und kann zum Beispiel an Flughäfen erfolgen. Das Testergebnis muss - unabhängig davon, ob die Testung vor oder nach Einreise erfolgte - für mindestens 14 Tage nach Einreise aufbewahrt werde. Es muss dem Gesundheitsamt auf Verlangen vorgelegt werden.

Auch bei Vorliegen eines ärztlichen Befundes sind Einreisende in den meisten Bundesländern verpflichtet, unverzüglich das für sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren.

  • Weitere Ausnahmen:

Weitere Ausnahmeregelungen von der Pflicht zur Quarantäne oder der Vorlage eines negativen PCR-Tests, hat jedes Bundesland in seinen Quarantäne-Verordnungen festgelegt. Solche Ausnahmen können z.B. bestehen:

  • für zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasste Reisen (z.B. Bayern),
  • für den beruflich bedingten grenzüberschreitend Personen-, Waren- und Güterverkehr (z.B. Bayern, Sachsen und Berlin)
  • für Grenzpendler (z.B. Sachsen und Bayern)
  • für Personen, die sich weniger als 48 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben und deren Aufenthalt im Ausland nicht ausschließlich der privaten Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung gedient hat (Bayern, Sachsen)
  • für Personen, deren Aufenthalt im Bundesgebiet weniger als 24 Stunden andauert (z.B. Sachsen)
  • Personen, die für einen begrenzten Zeitraum zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst oder aus sozialen Gründen (etwa ein geteiltes Sorgerecht, der Besuch des nicht unter dem gleichen Dach wohnenden Lebenspartners, dringende medizinische Behandlungen oder Beistand oder Pflege schutzbedürftiger Personen) in das Bundesgebiet einreisen (Bayern, Sachsen)
  • Für Personen, denen das zuständige Gesundheitsamt oder die zuständige Kreisverwaltungsbehörde in begründeten Einzelfällen auf Antrag eine Befreiung erteilt hat.


Die Botschaft weist darauf hin, dass die 16 Bundesländer die jeweiligen Quarantäne-Verordnungen erlassen und diese daher hinsichtlich der Ausnahmetatbestände voneinander abweichen.  Informieren Sie sich daher in jedem Fall vor Ihrer Einreise beim Gesundheitsamt am Ihrem vorgesehenen Aufenthaltsort, in Bayern beim zuständigen Kreisverwaltungsreferat  oder über die in den einzelnen Bundesländer bestehenden Quarantäneverordnungen über die für Ihren Aufenthaltsort bestehenden Ausnahmetatbestände.  Bei Aufenthalten in mehreren Bundesländern kann es durchaus sein, dass dort unterschiedliche Regelungen gelten.

Künftige Quarantäneregelung (voraussichtlich ab 8. November)

Am 14.10.2020 hat das Kabinett eine neue Musterverordnung zur Kenntnis genommen. Auf dieser Grundlage sollen die Länder möglichst zum 08.11.2020 entsprechende eigene Regelungen erlassen.

Da die neue Musterverordnung wesentliche Änderungen aufweist, bitten wir Sie, die in Ihrem Ziel-Bundesland geltenden Quarantäne-/Test-Regelungen vor Einreise besonders aufmerksam zu lesen; Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der Ländergesundheitsministerien bzw. Senatsverwaltungen.

Nach der neuen Musterverordnung sind insbesondere die folgenden Änderungen zu erwarten:

  • Als Voraufenthalt in einem Risikogebiet gilt ein Aufenthalt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 10 Tage vor Einreise.
  • Die Betroffenen müssen sich an ihrem Zielort für 10 Tage häuslich absondern, d.h. in Quarantäne begeben.
  • Die Betroffenen können sich frühestens nach 5 Tagen nach Einreise durch ein negatives Testergebnis von der Pflicht zur häuslichen Absonderung befreien, wenn Sie nicht unter eine Ausnahmebestimmung fallen.

Die Regelungen werden von den Bundesländern umgesetzt. Reisende sollten sich daher immer bei dem Bundesland informieren, in das sie reisen.

Nützliche Links und Adressen zu Quarantänevorschriften

Hier finden Sie die Quarantäneverordnungen der beiden Nachbarbundesländer sowie des Landes Berlin:

Quarantäneverordnung Bayern

Quarantäneverordnung Berlin

Quarantäneverordnung Sachsen

Informationen zu den Quarantänebestimmungen finden Sie  auf der Webseite des Robert Koch-Instituts.

Informationen und Ausnahmegenehmigungen können auch die  Gesundheitsämter an Ihrem vorgesehenen Aufenthaltsort als zuständige Behörden erteilen. Das zuständige lokale Gesundheitsamt finden Sie hier. Die zuständigen Kreisverwaltungsreferate in Bayern finden Sie hier.

Bei Fragen zu den Verordnungen im Zusammenhang mit COVID-19 kann man sich in Sachsen telefonisch an die zentrale Corona-Hotline unter 0800 100 0214 wenden (Achtung: bei dieser Rufnummer handelt es sich um eine kostenfrei Rufnummer, die ausschließlich aus Deutschland und von einem deutschen Anschluss aus angerufen werden kann).

Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat eine Hotline eingerichtet, über die sich Reisende über das Verfahren bei den Tests für Rückkehrer informieren können. Die Hotline kann auch bezüglich der Tests an den Autobahnraststätten und Bahnhöfen kontaktiert werden. Die Bürger-Hotline ist montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr sowie samstags 10:00 bis 15:00 Uhr unter der Nummer 0049 9131 6808 5101 erreichbar.

In in Bayern erteilt die jeweilige Regierung, in deren Gebiet ein Pendler wohnt oder arbeitet, entsprechende Auskünfte. Dies sind für Tschechien

Oberfranken:

Regierung von Oberfranken
Ludwigstraße 20
95444 Bayreuth

Corona-Hotline der Staatsregierung:
Telefon: +49 (0)89/122 220
Einheitliche Anlaufstelle für alle Fragen zum Corona-Geschehen (täglich 08:00 - 18:00 Uhr)
E-Mail: poststelle@reg-ofr.bayern.de
https://www.regierung.oberfranken.bayern.de/corona/index.php

Oberpfalz:

Regierung der Oberpfalz
Emmeramsplatz 8
93039 Regensburg

Telefon: +49(0)941/5680-0
E-Mail: poststelle@reg-opf.bayern.de
https://www.regierung.oberpfalz.bayern.de/presse/aktuelle_meldungen/corona-pandemie-ueberblick/

Niederbayern

Regierung von Niederbayern
Postfach
84023 Landshut

Telefon: +49 (0)8 71 / 8 08 - 01
E-Mail: poststelle@reg-nb.bayern.de  
https://www.regierung.niederbayern.bayern.de/

Einreisebestimmungen nach Deutschland

Die Ein- und Durchreise von

  • Tschechen und anderen EU-Staatsangehörigen
  • Drittstaatenangehörige mit langfristiger Aufenthaltserlaubnis (Aufenthaltserlaubnis über 90 Tage gültig) für Tschechien sowie in weiteren Staaten der EU oder den Schengen-Staaten

nach Deutschland ist grundsätzlich ohne Angabe von Gründen möglich. Für Personen, die aus einem Risikogebiet  einreisen, gelten aber die Quarantänevorschriften (siehe Ziffer 2).

Für Deutschland gelten Reisebeschränkungen bei der Einreise aus vielen Staaten. Diese werden vom BMI erlassen. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise auch beim BMI, welche Regelungen für das Land, aus dem Sie nach Deutschland einreisen, im Einzelnen gelten.

Grundsätzlich ist eine Einreise möglich aus:

  • EU-Mitgliedstaaten
  • Schengen-assoziierten Staaten: Island, Norwegen, der Schweiz und Liechtenstein
  • dem Vereinigten Königreich
  • Weiteren Staaten, aus denen aufgrund der epidemiologischen Lagebewertung durch die EU Einreise ermöglicht wird

Eine Einreise aus anderen Staaten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Voraussetzung ist, dass eine zwingende Notwendigkeit gegeben ist.

Zu den Folgen für Einreisende aus einem Risikogebiet informiert das Auswärtige Amt auf seiner Webseite: Einreisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen in Deutschland

Aktuelle Informationen zur Einreise nach Deutschland finden Sie auf der Website des Bundesinnenministeriums sowie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit und der Website der Bundespolizei.

Auf der Webseite re-open EU der Europäischen Kommission informiert diese laufend über Corona-Reiseregeln in allen EU-Ländern, unter anderem zu Verkehrsmitteln, Reisebeschränkungen und Regeln zum Schutz der öffentlichen Gesundheit wie Abstandsregeln und Tragen von Gesichtsmasken.


nach oben