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Ein- bzw. Rückreise und Transit aus der Tschechischen Republik nach Deutschland

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Ab dem 24.01.2021 wird die gesamte Tschechische Republik seitens der Bundesrepublik als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Bereits seit dem 25.09.2020 ist die gesamte Tschechische Republik als Risikogebiet eingestuft. Das Auswärtigen Amt hat deshalb auch eine Reisewarnung ausgesprochen.

Aktualisierung 22.01.2021

Erreichbarkeit des Rechts- und Konsularreferats

Beschränkungen aufgrund Coronavirus in der Tschechischen Republik

Beachten Sie, dass sich Regelungen in dieser dynamischen Situation auch kurzfristig ändern können und keine Gewähr dafür übernommen werden kann, dass die Ihnen übermittelten Informationen immer den aktuellen Stand wiedergeben.

Beachten Sie bitte auch, dass die Botschaft über diese allgemeinen Informationen hinaus keine Einzelfallberatung durchführt. Wenden Sie sich bitte an das für Sie zuständige Außenministerium oder die Botschaft Ihrer Staatsangehörigkeit in Deutschland, das für die Ein- und Durchreise in Deutschland zuständige Bundesinnenministerium, die Bundespolizei, das für Quarantänebestimmungen zuständige Robert-Koch-Institut oder das lokale Gesundheitsamt.

Für Anfragen zu den Reise- und Sicherheitshinweisen für tschechische Staatsangehörige wenden Sie sich bitte an das hierfür zuständige Tschechische Außenministerium. Aktuelle Informationen finden Sie auf dessen Webseite unter www.mzv.cz.

Aktuelles

Ab dem 24.01.2021 wird die gesamte Tschechische Republik seitens der Bundesrepublik als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Bereits seit dem 25.09.2020 ist die gesamte Tschechische Republik als Risikogebiet eingestuft. Das Auswärtigen Amt warnt deshalb vor nicht notwendigen touristischen Reisen nach Tschechien.

Personen, die sich in den letzten 10 Tagen vor ihrer Einreise in der Tschechischen Republik aufgehalten haben, unterliegen – bis auf Ausnahmen – der Pflicht zur Einreiseanmeldung, Vorlage eines Negativtests und der Quarantäne.

Seit dem 14.01.2021 gilt in Deutschland die  Coronavirus-Einreiseverordnung (CoronaEinreiseV). Diese regelt im Rahmen für das gesamte Bundesgebiet die Anmeldepflichten sowie die Test- und Nachweispflichten von nach Deutschland Einreisenden, die sich in den letzten zehn Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben.Zusätzlich gelten die Quarantäne-Verordnungen der Länder und die dort enthaltenen Regelungen zu Absonderungspflichten für Einreisende aus Risikogebieten.

Seit dem 18.01.2021 müssen sich nach der Sächsischen Einreise-Corona-Verordnung Grenzgänger und Grenzpendler, die regelmäßig,  mindestens einmal wöchentlich an ihren Wohnsitz zurückkehren, regelmäßig, mindestens aber einmal wöchentlich, testen lassen.  

Zudem sind Reisen aus Tschechien nach Sachsen oder aus Sachsen nach Tschechien im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs ohne Quarantäne oder Negativtest nur noch aus triftigem Grund und nur noch für bis zu 12 Stunden möglich. Einreisen zum Einkauf, zur privaten Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung sind nicht mehr möglich.

Seit dem 9. Dezember sind nach der Bayerischen Einreise-Corona-Verordnung Reisen aus Tschechien nach Bayern oder aus Bayern nach Tschechien im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs ohne Quarantäne oder Negativtest ausgesetzt.

Der Lockdown in Deutschland wurde bis 14.02.2021 verlängert. Restaurants, - Kultur- und Freizeiteinrichtungen und viele Geschäfte sind geschlossen. Private Zusammenkünfte sind nur mit einer einzigen weiteren nicht im gleichen Haushalt lebenden Person erlaubt.  Übernachtungsangebote werden nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt. Geschäfts- und Dienstreisen sowie die Reisen zur Aufnahme der Arbeit (z.B. durch Pendler) bleiben von diesem Beschluss unberührt.

Einreise-Corona-Verordnung

Die CoronaEinreiseV definiert zusätzlich zu den bisherigen Risikogebieten zwei besondere Arten Risikogebiete mit besonders hohem Infektionsrisiko, nämlich

-              Risikogebiete mit besonders hoher Inzidenz sog. „Hochinzidenzgebiete“ und

-              Virusvarianten-Gebiete

Die Einstufung von Risikogebieten, Hochinzidenzgebieten und Virusvarianten-Gebieten wird weiterhin durch das Robert Koch-Institut veröffentlicht und regelmäßig aktualisiert.

Je nachdem, ob jemand aus einem Risikogebiet, Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet einreist, gelten unterschiedliche Ausnahmen bei der Anmeldepflicht bzw. unterschiedliche Regelungen und Ausnahmen bei der Test- und Nachweispflicht.

Die Quarantäneverpflichtungen gemäß den Quarantäne-Verordnungen der Länder bestehen zusätzlich zu den Regelungen der Corona-Einreise-Verordnung fort.  Informieren Sie sich daher bei Reisen nach Deutschland auch über die Quarantäne-Einreisebedingungen in Ihrem Zielbundesland. Bitte beachten Sie bei Reisen aus Tschechien nach Deutschland auch welche Bestimmungen für Ihre Wiedereinreise nach Tschechien gelten.

Anmeldepflicht (Digitale Einreiseanmeldung), Ausnahmen (§§ 1 f. CoronaEinreiseV)

Das Bundesgesundheitsministerium stellt auf seiner Webseite allgemeine Hinweise über die digitale Einreiseanmeldung (DEA) zur Verfügung.

Die Einreise  aus bzw. der Voraufenthalt in jedem Risikogebiet ist den Behörden durch die digitale Einreiseanmeldung („DEA“) unter https://www.einreiseanmeldung.de anzuzeigen. Vor der Beförderung aus einem Risikogebiet nach DEU durch ein Transportunternehmen hat dieses das Vorliegen der DEA zu überprüfen. Die DEA-Bestätigung muss bei Einreise mitgeführt und auf Aufforderung dem Beförderer oder der mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörde vorgelegt werden; soweit eine digitale Einreiseanmeldung in Ausnahmefällen nicht möglich war, muss eine schriftliche Ersatzanmeldung erfolgen.

Ausnahmen von der Anmeldepflicht (§ 2 CoronaEinreiseV)

  • Personen, die lediglich durch ein Risikogebiet durchgereist sind und dort kein Zwischenaufenthalt hatten,
  • Personen, die nur zur Durchreise in die Bundesrepublik Deutschland einreisen und auf schnellstem Weg wieder verlassen
  • Personen, die sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in die Bundesrepublik Deutschland einreisen,
  • Personen, die beruflich bedingt in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, um grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug zu transportieren.
  • Personen, die als Teil von offiziellen Delegationen über das Regierungsterminal des Flughafens Berlin Brandenburg oder über den Flughafen Köln/Bonn nach DEU zurückreisen und sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Diese Ausnahmen gelten nicht für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten;

Die Ausnahme zu Beschäftigten im grenzüberschreitenden Personen-, Waren- und Güterverkehr gilt nicht für Einreisende aus Hochinzidenzgebieten.

Auch Grenzpendler und –gänger in Bayern oder Grenzpendler und –gänger in Sachsen sind von der Pflicht der Einreiseanmeldung nicht befreit, wenn sie sich länger als 24 Stunden im Nachbarland aufhalten (und damit unter die dritte Ausnahme fallen).

Test- und Nachweispflicht, Ausnahmen (§§ 3 f. CoronaEinreiseV)

Alle Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht gelten nur, falls die betroffenen Personen keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns aufweisen.

Als Nachweis einer Nicht-Infektion gelten ein ärztliches Zeugnis oder ein Testergebnis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus. Diese müssen auf Papier oder als elektronisches Dokument in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorliegen. Die dem ärztlichen Zeugnis oder dem Testergebnis zugrundeliegende Abstrichnahme darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein. Genaue Erläuterungen zu den Anforderungen stellt das RKI online  zur Verfügung.

I. Test- und Nachweispflicht bei Einreise aus Tschechien ab dem 24.01.2021 und aus anderen Hochinzidenzgebieten oder aus Virusvarianten-Gebieten

Für Einreisende aus Hochinzidenzgebieten oder Virusvarianten-Gebieten gelten strengere Test- und Nachweispflichten: Einreisende sind verpflichtet, bereits bei Einreise einen Nachweis über die Nichtinfektion mitzuführen und auf Anforderung der zuständigen Behörde vorzulegen; im Falle der Inanspruchnahme eines Beförderers haben sie den Nachweis außerdem dem Beförderer vor der Abreise vorzulegen. Wird ein Nachweis nicht erbracht, ist eine Beförderung im Regelfall untersagt.

Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht für Einreisende aus Hochinzidenzgebieten

  • Personen, die durch ein Hochinzidenzgebiet lediglich durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten,
  • Personen, die nur zur Durchreise nach DEU einreisen und DEU auf schnellstem Wege wieder verlassen, um die Durchreise abzuschließen,
  • Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren (bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden sowie Einhaltung von Schutz- und Hygienekonzepten),
  • Personen, die als Teil von offiziellen Delegationen über das Regierungsterminal des Flughafens Berlin Brandenburg oder über den Flughafen Köln/Bonn nach DEU zurückreisen und sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben.
  • Personen, bei denen in begründeten Einzelfällen die zuständige Behörde im Sinne des Infektionsschutzgesetzes weitere Ausnahmen bei Vorliegen eines triftigen Grundes erteilt hat. (Hierunter können Diplomaten, Grenzpendler und Montagetrupps mit dringenden Einsätzen fallen.)

ES GIBT KEINE GENERELLE AUSNAHME VON DER TESTPFLICHT FÜR PENDLER ODER IM KLEINEN GRENZVERKEHR BEI EINREISEN AUS HOCHINZIDENZGEBIETEN

  • Pendler müssen sich regelmäßig alle 48h testen lassen oder beim in Deutschland zuständigen Gesundheitsamt eine Ausnahmegenehmigung von der Testpflicht beantragen. In allen Fällen müssen sie regelmäßig die Einreiseanmeldung ausfüllen.
  • Die Sächsische Landesregierung hat am 22.01.2021 im Rahmen einer Allgemeinverfügung eine Ausnahmeregelung von der EinreiseCoronaV für Berufspendler aus Tschechien erlassen. Diese sind verpflichtet, sich zweimal wöchentlich testen zu lassen, wobei der erste Test vor dem wöchentlichen Arbeitsbeginn zu erfolgen hat. Bei Einreise nach Sachsen sind der Arbeitsvertrag und der negative Testnachweis mit sich zu führen. Liegt bei Einreise kein negativer Test vor, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, unverzüglich nach der Einreise und vor Arbeitsaufnahme eine Testung vornehmen zu lassen. Bei Antigen-Tests ist eine Bescheinigung nach diesem Muster auszustellen.

  • Im Fall von Bayern existieren keine Ausnahmen von der Corona-Einreise-Verordnung.
  • Weitere Informationen zur Einreise von Grenzgängern und -pendlern finden Sie auch auf den Informationsseiten der Sächsischen oder Bayerischen Landesregierung. Bei dem für den Ort Ihrer Arbeitsstelle zuständigen Gesundheitsamt (in Sachsen) oder dem Kreisverwaltungsreferat (in Bayern) können Sie sich erkundigen, ob für Ihre Berufsgruppe eine Allgemeinverfügung erlassen wurde.

  • Reisen im kleinen Grenzverkehr können nur noch mit Test erfolgen, auch in Ausnahmesituationen, wie schwere Erkrankung naher Verwandter usw.

Die Quarantäneverpflichtungen gemäß den Quarantäne-Verordnungen der Länder bestehen zusätzlich zu den Regelungen der Corona-Einreise-Verordnung fort.

Es gibt keine Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht für Einreisende aus Virusvarianten-Gebieten (§ 4 Abs. 3 CoronaEinreiseV)

II. Test- und Nachweispflicht bei Einreise aus „normalen“ Risikogebieten

Personen, die nach Deutschland einreisen und sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, das weder als Hochinzidenzgebiet noch als Virusvarianten-Gebiet eingestuft wurde, müssen spätestens 48 Stunden nach ihrer Einreise über einen Nachweis verfügen, dass sie nicht mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind, und diesen auf Anforderung der zuständigen Behörde vorlegen.

Als „Nachweis“ gelten ein ärztliches Zeugnis oder ein Testergebnis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Für die Testnachweise gilt in allen o.g. Fällen, dass sie auf Papier oder als elektronisches Dokument, jeweils in deutscher, englischer oder französischer Sprache vorliegen müssen. Die dem ärztlichen Zeugnis oder dem Testergebnis zugrundeliegende Abstrichnahme darf im Regelfall höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein. Nähere Anforderungen an die dem ärztlichen Zeugnis oder dem Testergebnis zugrundeliegende Testung stellt das RKI online zur Verfügung: https://www.rki.de/covid-19-tests .

Ausnahmen von der Test- und Nachweispflicht für Einreisende aus regulären Risikogebieten

- Personen, für die eine Ausnahme von der Einreiseanmelde gilt, sowie

- Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden:

  • Personen, die zum Familienbesuch zu Verwandten ersten Grades (Eltern, Kinder), des nicht zum gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten, Lebenspartners oder Lebensgefährten oder aufgrund eines geteilten Sorge- oder Umgangsrechts einreisen
  • Personen, deren Tätigkeit im Gesundheitssektor dringend erforderlich ist, mit Bescheinigung durch Dienstherrn oder Arbeitgeber (bei Einhaltung von Schutz- und Hygienekonzepten)
  • hochrangige Diplomaten, Regierungs- und Parlamentsvertreter (bei Einhaltung von Schutz- und Hygienekonzepten)
  • Polizeivollzugsbeamte aus Schengen-Staaten in Ausübung ihres Dienstes

- Bei Einhaltung angemessener Schutz- und Hygienekonzepte:

  • Grenzpendler/Grenzgänger zu Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungszwecken bei mind. einmal wöchentlicher Rückkehr an den Wohnsitz
  • Soldaten und Angehörige ausländischer Streitkräfte i.S.d. NATO-Truppenstatuts

Die Quarantäneverpflichtungen gemäß den Quarantäne-Verordnungen der Länder bestehen zusätzlich zu den Regelungen der Corona-Einreise-Verordnung fort.

Quarantänevorschriften in den Bundesländern

Regelungen zur Quarantäne werden von den 16 Bundesländern umgesetzt und weichen daher hinsichtlich der Ausnahmetatbestände voneinander ab. Reisende sollten sich daher immer bei dem Bundesland informieren, in das sie reisen. Sie können dies beim Gesundheitsamt an Ihrem vorgesehenen Aufenthaltsort, in Bayern beim zuständigen Kreisverwaltungsreferat oder über die in den einzelnen Bundesländern bestehenden Quarantäneverordnungen tun. Bei Aufenthalten in mehreren Bundesländern kann es durchaus sein, dass dort unterschiedliche Regelungen gelten!

Die Quarantäneverpflichtungen gemäß den Quarantäne-Verordnungen der Länder bestehen zusätzlich zu den vom Bund beschlossenen Regeln zur Einreiseanmeldung und den Test- und Nachweispflichten fort.

Hiernach besteht bei Einreise aus einem Risikogebiet grundsätzliche eine Pflicht zur Absonderung für zehn Tage. Ab dem fünften Tag nach Einreise kann ein Test vorgenommen werden, um die Quarantäne (bei negativem Testergebnis) vorzeitig beenden zu können. Hinsichtlich der Ausnahmen von der Quarantäneverpflichtung wird es voraussichtlich auch eine Unterscheidung zwischen Einreisen aus „normalen“ Risikogebieten und „Virusvarianten-Gebieten“ geben. Am 14.01.2021 hat die Bundesregierung die Musterverordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende geändert. Das Muster stellt nur eine Empfehlung für alle Länder dar. Die Länder haben die Empfehlungen unterschiedlich umgesetzt. Ausschließlich die in den Länderquarantäneverordnungen genannten Ausnahmen von der Quarantäne sind verbindlich.

Die weiterhin gültigen Quarantäne-Verordnungen der Länder sehen teilweise abweichende Ausnahmetatbestände von bestimmten Testpflichten gemäß Landes-Verordnungen vor. Maßgeblich sind im Kollisionsfall jedoch die (restriktiveren) Testpflicht-Ausnahmeregelungen der CoronaEinreiseV des Bundes.

Allgemeine Quarantäneregelungen der Länder

In den Länderquarantäneverordnungen sind u.a. folgende Regelungen vorgesehen:

  • Als Voraufenthalt in einem Risikogebiet gilt ein Aufenthalt zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten 10 Tage vor Einreise. Maßgeblich ist ob das Gebiet zum Zeitpunkt der Einreise als Risikogebiet ausgewiesen war (d.h. nicht zwangsläufig zum Zeitpunkt des Aufenthalts)
  • Die Betroffenen müssen sich an ihrem Zielort für 10 Tage häuslich absondern, d.h. in Quarantäne begeben.
  • Die Betroffenen können sich frühestens nach 5 Tagen nach Einreise durch ein negatives Testergebnis von der Pflicht zur häuslichen Absonderung befreien, wenn Sie nicht unter eine Ausnahmebestimmung fallen.

In folgenden Fällen sieht die geänderte Muster-Quarantäneverordnung eine Ausnahme von der Pflicht zur Quarantäne vor.

  • Durchreise (Transit): Sie sind in diesem Falle allerdings verpflichtet, Deutschland unmittelbar zu verlassen. Übernachtungen in Deutschland sind nicht möglich. Alle Bundesländer haben diese Regelung umgesetzt und sehen auch von der Vorlage einer Einreiseanmeldung ab.
  • Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in Deutschland oder im Risikoland für
    • Personen im grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr
    • Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens               dringend erforderlich und unabdingbar ist
  • Für Personen, die sich in einem Virusvarianten-Hochrisikogebiet aufgehalten haben, gelten darüber hinaus keine weiteren Ausnahmen von der Quarantänepflicht.

    Für Personen, die sich in regulären Risikogebieten sowie auch in Hochinzidenz-Risikogebieten aufgehalten haben, gelten darüber hinaus folgende Ausnahmetatbestände von der 10-tägigen Quarantäne:

  • Einreisen nach Deutschland oder in ein Risikogebiet im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten für weniger als 24 Stunden.

Bayern hat in seiner Länder-Einreisequarantäneverordnung die Regelung zum kleinen Grenzverkehr ausgesetzt.

Sachsen hat diese Regelung eingeschränkt umgesetzt. Einreisen im Rahmen des kleinen Grenzverkehrs sind nur für maximal 12 Stunden und nur aus einem triftigen Grund möglich. Dazu zählen nicht Einkaufsfahrten und die private Teilnahme an einer kulturellen Veranstaltung, einem Sportereignis, einer öffentlichen Festivität oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung.

  • Bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden in Deutschland oder im Risikoland für
  1. den Besuch von Verwandten ersten Grades (Eltern, Kinder), Ehegatten oder Lebensgefährten oder zur Ausübung eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts
  2. Hochrangige Mitglieder des diplomatischen oder konsularischen Dienstes, der Volksvertretungen und Regierungen

Sachsen und Bayern haben in ihren Länder-Einreisequarantäneverordnungen diese Regelungen jeweils umgesetzt, Sachsen sogar ohne Befristung auf 72 Stunden. Bayern hat auch eine Ausnahme für den Besuch von Verwandten des zweiten Grades (Großeltern, Enkel) definiert und für den vierten Ausnahmefall nur die Einreise hochrangiger Mitglieder vorgesehen.

  • Für Grenzpendler mit Wohnsitz in Deutschland, die regelmäßig (mindestens einmal wöchentlich) zum Zwecke der Berufsausübung, des Studiums oder der Ausbildung in ein Risikogebiet einreisen und in ihren Wohnsitzstaat zurückkehren, sofern die Einhaltung eines Hygienekonzepts von ihrem Arbeitgeber, Auftraggeber oder ihrer Bildungseinrichtung bescheinigt wird.

         Sachsen und Bayern haben diese Regelung umgesetzt. Sachsen verlangt aber ab dem 18.01.2021  regelmäßige Testungen, mindestens einmal pro Woche. 

  • Für Grenzgänger mit Wohnsitz im Risikogebiet, die regelmäßig (mindestens einmal wöchentlich) zum Zwecke der Berufsausübung, des Studiums oder der Ausbildung nach Deutschland einreisen und in ihren Wohnsitzstaat zurückkehren, sofern die Einhaltung eines Hygienekonzepts von ihrem Arbeitgeber, Auftraggeber oder ihrer Bildungseinrichtung bescheinigt wird.

         Sachsen und Bayern haben diese Regelung umgesetzt. Sachsen verlangt aber ab dem 18.01.2021 regelmäßige Testungen, mindestens einmal pro Woche.

Die Muster-Einreisequarantäneverordnung sieht darüber hinaus auch weitere Ausnahmen von der Quarantäne vor, unter anderem mit einem Negativtest vor (z.B. für Besuch weiterer Verwandter, dringende medizinische Behandlung, dringende, zeitlich befristete Arbeits- oder Studienaufenthalte) sowie dass die zuständige Behörde (Gesundheitsamt, Kreisverwaltungsamt oder Ordnungsamt) in begründeten Einzelfällen auf Antrag eine Befreiung erteilt.

Nützliche Links und Adressen zu Quarantänevorschriften

Die Bundesregierung stellt auf ihrer Webseite eine Übersicht mit den Links zu den zentralen Webseiten mit denen jeweiligen Verordnungen und Allgemeinverfügungen über die allgemeinen Coronabestimmungen der Bundesländer zur Verfügung.

Das Bundesgesundheitsministerium stellt auf seiner Webseite allgemeine Hinweise über die digitale Einreiseanmeldung (DEA) zur Verfügung. 

Hier finden Sie die Quarantäneverordnungen der beiden Nachbarbundesländer sowie des Landes Berlin:

Quarantäneverordnung Bayern

Quarantäneverordnung Berlin

Quarantäneverordnung Sachsen

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege stellt auf seiner Webseite einen Einreise-Check zur Verfügung, der eine erste Information dazu darstellt, ob man in Bayern oder Deutschland in Quarantäne muss. Der EQV-Check Bayern ist als Orientierungshilfe zu verstehen und nicht rechtsverbindlich. Verbindlich sind alleine die jeweiligen Einreise-Quarantäneverordnungen der Länder. Der EQV-Check Bayern ist nur in deutscher Sprache verfügbar und beinhaltet keine Informationen zur Einreiseanmeldung.

Das Auswärtige Amt hat auf seiner Webseite  die Links zu den Quarantänevorschriften der Bundesländer veröffentlicht.

Informationen zu den Quarantänebestimmungen finden Sie  auf der Webseite des Robert Koch-Instituts.

Informationen und Ausnahmegenehmigungen können auch die Gesundheitsämter an Ihrem vorgesehenen Aufenthaltsort als zuständige Behörden erteilen. Das zuständige lokale Gesundheitsamt finden Sie hier. Die zuständigen Kreisverwaltungsreferate in Bayern finden Sie hier.

Bei Fragen zu den Verordnungen im Zusammenhang mit COVID-19 kann man sich in Sachsen telefonisch an die zentrale Corona-Hotline unter 0800 100 0214 wenden (Achtung: bei dieser Rufnummer handelt es sich um eine kostenfreie Rufnummer, die ausschließlich aus Deutschland und von einem deutschen Anschluss aus angerufen werden kann).

Das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat eine Hotline eingerichtet, über die sich Reisende über das Verfahren bei den Tests für Rückkehrer informieren können. Die Hotline kann auch bezüglich der Tests an den Autobahnraststätten und Bahnhöfen kontaktiert werden. Die Bürger-Hotline ist montags bis freitags von 8:00 bis 18:00 Uhr sowie samstags 10:00 bis 15:00 Uhr unter der Nummer 0049 9131 6808 5101 erreichbar.

In Bayern erteilt die jeweilige Regierung, in deren Gebiet ein Pendler wohnt oder arbeitet, entsprechende Auskünfte. Dies sind für Tschechien

Oberfranken:

Regierung von Oberfranken
Ludwigstraße 20
95444 Bayreuth

Corona-Hotline der Staatsregierung:
Telefon: +49 (0)89/122 220
Einheitliche Anlaufstelle für alle Fragen zum Corona-Geschehen (täglich 08:00 - 18:00 Uhr)
E-Mail: poststelle@reg-ofr.bayern.de
https://www.regierung.oberfranken.bayern.de/corona/index.php

Oberpfalz:

Regierung der Oberpfalz
Emmeramsplatz 8
93039 Regensburg

Telefon: +49(0)941/5680-0
E-Mail: poststelle@reg-opf.bayern.de
https://www.regierung.oberpfalz.bayern.de/presse/aktuelle_meldungen/corona-pandemie-ueberblick/

Niederbayern

Regierung von Niederbayern
Postfach
84023 Landshut

Telefon: +49 (0)8 71 / 8 08 - 01
E-Mail: poststelle@reg-nb.bayern.de  
https://www.regierung.niederbayern.bayern.de/

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt in der Warn-App „Nina“ auch aktuelle und hilfreiche Informationen zur Corona-Pandemie (COVID-19) Zur Verfügung. Für abonnierten Orte und den aktuellen Standort kann man sich in der Warn-App über lokal geltende Regelungen und Allgemeinverfügungen informieren. Einreiseinformationen werden hier nicht zur Verfügung gestellt. Die Informationen sind in Deutsch und weiteren Sprachen abrufbar.

Einreisebestimmungen nach Deutschland

Die Ein- und Durchreise von

  • Tschechen und anderen EU-Staatsangehörigen
  • Drittstaatenangehörige mit langfristiger Aufenthaltserlaubnis (Aufenthaltserlaubnis über 90 Tage gültig) für Tschechien sowie in weiteren Staaten der EU oder den Schengen-Staaten

nach Deutschland ist grundsätzlich ohne Angabe von Gründen möglich. Es gelten aber die Vorschriften der Einreise-Corona-Verordnung und der Länderquarantäneverordnungen.

Für Deutschland gelten Reisebeschränkungen bei der Einreise aus vielen Staaten. Diese werden vom BMI erlassen. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise auch beim BMI, welche Regelungen für das Land, aus dem Sie nach Deutschland einreisen, im Einzelnen gelten.

Grundsätzlich ist eine Einreise möglich aus:

  • EU-Mitgliedstaaten
  • Schengen-assoziierten Staaten: Island, Norwegen, der Schweiz und Liechtenstein
  • Weiteren Staaten, aus denen aufgrund der epidemiologischen Lagebewertung durch die EU Einreise ermöglicht wird

Eine Einreise aus anderen Staaten ist nur in Ausnahmefällen möglich. Voraussetzung ist, dass eine zwingende Notwendigkeit gegeben ist.

Zu den Folgen für Einreisende aus einem Risikogebiet informiert das Auswärtige Amt auf seiner Webseite: Einreisebeschränkungen und Quarantänebestimmungen in Deutschland

Aktuelle Informationen zur Einreise nach Deutschland finden Sie auf der Website des Bundesinnenministeriums sowie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit und der Website der Bundespolizei.

Auf der Webseite re-open EU der Europäischen Kommission informiert diese laufend über Corona-Reiseregeln in allen EU-Ländern, unter anderem zu Verkehrsmitteln, Reisebeschränkungen und Regeln zum Schutz der öffentlichen Gesundheit wie Abstandsregeln und Tragen von Gesichtsmasken.


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