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Staatsangehörigkeitsfeststellung für deutsche Volkszugehörige in der Tschechischen Republik

Artikel

1. Tschechische Staatsangehörige deutscher Volkszugehörigkeit besitzen unter bestimmten Voraussetzungen auch die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Deutsche Botschaft kann hier Hilfestellung bei der Einleitung des Antragsverfahrens auf Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit leisten. Die Prüfung und endgültige Entscheidung der Unterlagen erfolgt jedoch durch das Bundesverwaltungsamt in Köln und kann sich - je nach Komplexität des zu klärenden Sachverhaltes - mehrere Jahre hinziehen.

2. Die  Botschaft bietet eine Vorabprüfung Ihrer Unterlagen an. Hierzu legen Sie bitte zum Einen Bescheinigungen des zuständigen Stadt-/Kreisamts vor, wann und auf welcher Rechtsgrundlage der Antragsteller die tschechische bzw. tschechoslowakische Staatsangehörigkeit erworben hat. Diese Bescheinigung ist auch vorzulegen für alle Personen, von denen der Antragsteller die deutsche Staatsangehörigkeit ableiten will. Hierbei muss die älteste Person vor 1914 geboren sein, es darf keine Generation übersprungen werden.  Zum Anderen übermitteln Sie Unterlagen, die Ihre deutsche Volkszugehörigkeit  bzw. die der Personen, von denen Sie die deutsche Staatsangehörigkeit ableiten wollen, beweisen können. Die können  z.B.  sein:

Alte Volkslistenausweise, Staatsangehörigkeitsausweise, Personalausweise, (Wehr-) Pässe, Volkszählungsbögen aus den Jahren 1930 und 1939, Archivbescheinigungen zur Volkszugehörigkeit, Meldebescheinigungen, Schulzeugnisse, Lehrverträge, Gesellenbriefe, Meisterbriefe, Kennkarten,   Sold- oder Arbeitsbücher, Volkszählungsfragebögen.

Bitte legen Sie diese Unterlagen nicht im Original, sondern in Kopie vor!

3. Bestehen nach Prüfung dieser Unterlagen keine Anhaltspunkte, die einen Antrag von Anfang an aussichtslos erscheinen lassen, übersendet die Botschaft Formulare für den an das Bundesverwaltungsamt zu stellenden Antrag sowie eine detaillierte Aufstellung der hierfür beizubringenden Dokumente und Unterlagen.

4. Das Verfahren beim Bundesverwaltungsamt in Köln ist gebührenpflichtig, unabhängig davon, ob dem Antrag stattgegeben oder er abgelehnt wird. Bei positiver Feststellung wird vom Bundesverwaltungsamt Köln gegen Zahlung einer Gebühr in Höhe von 25 EUR ein Staatsangehörigkeitsausweis ausgestellt. Die Ablehnung eines Antrages kostet 18 EUR, die gleiche Gebühr fällt bei einer Rücknahme eines Antrags an. Gegen ablehnende Bescheide steht der Rechtsweg nach deutschem Recht offen.

Weitergehende Informationen (inkl. Antragsformular und Merkblatt) sind beim Bundesverwaltungsamt Köln unter dem folgenden Link abrufbar:

Bundesverwaltungsamt

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