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Warnung vor Betrugsversuchen per Telefon oder E-Mail, u.a. zum Erhalt von Ausweis- und Bankdaten oder zur Überweisung von Geld

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Alle Angaben in diesem Merkblatt beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen der Botschaft zum Zeitpunkt der Abfassung des Merkblattes. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit, insbesondere wegen zwischenzeitlich eingetretener Veränderungen, kann jedoch keine Gewähr übernommen werden.

Informationen, die über die in diesem Merkblatt enthaltenen hinausgehen, können seitens der Botschaft nicht erteilt werden. Bitte richten Sie weitergehende Fragen an die jeweils zuständige Stelle oder lassen Sie sich von einem Anwalt beraten

Die tschechische Polizei warnt vor vermehrt auftretenden Anrufen, bei denen auf dem Display des Angerufenen deutsche Telefonnummern zu sehen seien und mit denen Ausweis- oder Bankdaten abgefragt werden. In der Regel wird darüber informiert, dass der Angerufene Opfer von Datendiebstahl geworden sei und er wird aufgefordert, die Daten erneut telefonisch durchzugeben.

Die ersichtlichen deutschen Rufnummern sind selbst generiert, also existieren nicht real.

Phishing ist der Versand gefälschter E-Mails, die Menschen dazu verleiten sollen, auf einen Betrug hereinzufallen. Phishing-Mails zielen häufig darauf ab, dass die Nutzer Finanzinformationen, Zugangsdaten oder andere sensible Daten preisgeben.

Sie erkennen Phishing-E-Mails u.a. an folgenden Merkmalen:

  • Der Text der Mail gibt dringenden Handlungsbedarf vor, etwa: „Wenn Sie Ihre Daten nicht umgehend aktualisieren, dann gehen sie unwiederbringlich verloren …“.
  • Drohungen kommen zum Einsatz: „Wenn Sie das nicht tun, müssen wir Ihr Konto leider sperren …“.
  • Sie werden aufgefordert, vertrauliche Daten wie die PIN für Ihren Online-Bankzugang oder eine Kreditkartennummer einzugeben.
  • Die E-Mail enthält Links oder Formulare.
  • Die Mail scheint von einer bekannten Person oder Organisation zu stammen, jedoch kommt Ihnen das Anliegen des Absenders ungewöhnlich vor.

Weitere Informationen zum Thema Phishing finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik

Daneben häufen sich leider auch die Fälle, bei denen Betrüger im Internet Wohnungen zur An-, Mit- oder Untermietung anbieten oder auf Wohnungsgesuche reagieren und sich vorab Anzahlungen leisten lasten. Am Übergabetermin stellt sich dann heraus, dass die Wohnung bereits vermietet ist oder nicht existiert.

Informationen hierzu stellen unter anderem die Verbraucherzentrale und das LKA Niedersachsen zur Verfügung.

Das Bundeskriminalamt rät bei solchen Betrugsversuchen Folgendes.

  • Geben Sie nie persönliche Daten am Telefon oder mit E-Mail preis
  • Folgen Sie den Anweisungen nicht und lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln. Die beste Reaktion sei, einfach aufzulegen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails oder Telefonanrufen oder Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich oder wenden Sie sich an die Polizei
  • Überweisen Sie kein Geld vorab an unbekannte Personen. Egal, welcher Dienst oder Treuhanddienst Ihnen angeboten wird.

  • Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei, sollten Sie nachträglich feststellen, dass Sie betrogen wurden oder Ihre Daten missbräuchlich benutzt wurden.

Zur Erstattung einer Strafanzeige können Sie sich an die für Ihren Wohnort in der Tschechischen Republik zuständige Polizeidienststelle wenden.


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