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Anerkennungsleistung für Ghetto-Arbeit

Artikel

Prag, 19.1.2009

Die Bundesregierung hat am 19. September 2007 eine Richtlinie zur Ghetto-Arbeit beschlossen. Danach erhalten die Berechtigten eine einmalige Anerkennungsleistung in Höhe von 2.000 Euro.

Berlin - Holocaust-Mahnmal
Blick über das Holocaust-Mahnmal© dpa/Picture-Alliance

In der Tschechischen Republik wird in der Regel bei der Rentenberechnung zwar die Aufenthaltszeit im Ghetto, nicht jedoch die Arbeitszeit im Ghetto berücksichtigt. Die Berücksichtigung der Aufenthaltszeit ist kein Ausschlussgrund für die Gewährung der Anerkennungsleistung. Die Angaben der Antragsteller, ob die Arbeitszeiten im Ghetto bei der tschechischen Rente bereits berücksichtigt sind, bilden die Grundlage für die Entscheidung. Die Botschaft rät daher all denjenigen, die im Ghetto gearbeitet haben, auf jeden Fall einen Antrag zu stellen. Da es in der Vergangenheit zu Ablehnungen von Anträgen mit der Begründung gekommen ist, dass der Ghettoaufenthalt bereits in der nationalen Rente berücksichtigt wird, rät die Botschaft, neue Anträge mit dem Hinweis zu stellen, dass nur die Aufenthaltszeit, nicht jedoch die Arbeit in der nationalen Rente berücksichtigt wird.

Im unten angefügten Merkblatt erhalten Sie Informationen darüber, wer zu dem berechtigten Personenkreis gehört und wie die Anerkennungsleistung beantragt werden kann.

Bitte beachten Sie, dass die im Merkblatt aufgeführte Telefonnummer für telefonische Auskünfte aus der Tschechischen Republik wie folgt lauten muss: +49 228 99 7030 13 24.

Anerkennungsleistung für Ghetto-Arbeit -pdf-Merkblatt

Informationen des Bundesamts für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) und Antragsformulare auf Deutsch, Englisch und Russisch

Berlin - Holocaust-Mahnmal
Blick über das Holocaust-Mahnmal© dpa/Picture-Alliance

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