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Die deutsch-tschechische Wissenschaftskooperation

Tschechien hat enge wissenschaftliche Beziehungen mit dem benachbarten Deutschland. Den politischen Rahmen der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik bilden folgende Abkommen:

  • Grundlage der bilateralen Kooperation ist das Abkommen über die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit vom 2. November 1990 (ursprünglich zwischen der Bundesregierung  und der Regierung der Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik geschlossen).
  • Seit dem 30. September 1999 existiert zudem ein bilaterales Abkommen über die kulturelle Zusammenarbeit.
  • Darüber hinaus gibt es seit dem 23. November 2007 ein Abkommen zwischen beiden Regierungen über die gegenseitige Anerkennung der Gleichwertigkeit von Bildungsnachweisen im Hochschulbereich. Dieses trat am 07.07.2008 in Kraft.
  • Mit dem zwischen den Außenministern von Deutschland und der Tschechischen Republik 2015 unterzeichneten Strategischen Dialog wurden darüber hinaus 9 bilaterale Arbeitsgruppen zu zukunftsweisenden Themen gebildet, um in diesem Format grenzüberschreitend gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Eine Arbeitsgruppe befasst sich hier mit Forschung und Entwicklung sowie Industrie 4.0.

Regelmäßig bewerben sich tschechische Einrichtungen mit ihren deutschen Partnern erfolgreich um Fördermittel des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Insbesondere die Donauraumbekanntmachungen des BMBF und das Programm zur „Internationalen Zusammenarbeit in Bildung und Forschung, Region Mittelost- und Südosteuropa“ (MOEL-SOEL-Bekanntmachungen) haben bereits zahlreiche tschechisch-deutsche Kooperationsprojekte gefördert.

Im März 2017 wurde eine gemeinsame Ausschreibung des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der tschechischen Technologieagentur TAČR veröffentlicht. Jeweils ein tschechisches und ein deutsches Unternehmen und eine tschechische und deutsche Wissenschaftseinrichtung konnten sich hier gemeinsam um Fördermittel für Projektideen im Bereich Industrie 4.0 bewerben. Im Rahmen dieser Ausschreibung wurden 9 Projekte unterstützt, die im Jahr 2018 starten.

Im Jahr 2017 gab es auch die erste deutsch-tschechische EUREKA-Bekanntmachung für die Themenfelder Energietechnologien,  IKT, Umwelttechnologien. Im Rahmen dieser Ausschreibung wurden 2 deutsch-tschechische Projekte unterstützt.

Zwischen Deutschland und Tschechien gibt es zahlreiche Hochschulkooperationen. Im Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) sind derzeit (Stand Januar 2018) insgesamt 553 Kooperationen zwischen deutschen und tschechischen Hochschulen verzeichnet. Von deutscher Seite sind 172 Hochschulen, von tschechischer Seite 45 Hochschulen beteiligt.

Mehr Informationen können Sie hier finden:

https://www.internationale-hochschulkooperationen.de

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